InfoGuard Cyber Security & Cyber Defence Blog

Fachkräfte für Cyber Security gewinnen, halten und motivieren [Teil 1]

Geschrieben von Desiree Sacher | 23. Mai 2018

Der Fachkräftemangel in den technischen Berufen weitet sich stark aus. Vor allem IT-Fachkräfte werden für die Gestaltung des digitalen Wandels in den Unternehmen offenbar händeringend gesucht. Auch in Cyber Security-Kreisen ist dies nicht anders. Zu Recht: Auch wir Experten stellen fest, dass es zunehmend schwieriger wird, geeignete Fachkräfte zu finden. Kein Wunder, denn die Komplexität und die Herausforderungen der Cyber Security haben sich in den letzten Jahren enorm verändert. Die Kombination aus Fachkräftemangel und dem Kampf um die Besten, ist eine mehr als unglückliche Situation. Auch für Sie? Dann lesen Sie weiter! Im ersten Teil verrate ich Ihnen, wie Sie Ihre bereits vorhandenen (Personal-)Juwelen halten können.

Vorhandenes Wissen nutzen und gezielt ausbauen

Gemäss der erwähnten Studie fehlen Fachkräfte insbesondere im Bereich von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik («Mint»). Diese «Mint-Lücke» hat im April 2018 ein neues Allzeithoch seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2011 erreicht. Auch wenn sich die Studie auf Deutschland bezieht, sieht dies in der Schweiz nicht gross anders aus. Umso wichtiger ist es, das vorhandene Know-how der Mitarbeitenden zu nutzen und gezielt auszubauen – denn noch kein Meister ist einfach so vom Himmel gefallen. Hier gilt es, auch den Nachwuchs in der Cyber Security gezielt zu fördern. Mit Sicherheit gibt es auch bei Ihnen schon Talente, deren Potenzial noch nicht optimal ausgeschöpft ist. Oftmals fehlen nur einige Puzzleteile oder die Unterstützung durch Vorgesetzte oder interne Mentoren.

Setzen Sie auf diese Talente! Denn a), ist Ihr Personal ein sehr wertvolles Kapital und b), sind zufriedene Mitarbeitende die beste Werbung für Ihr Unternehmen. Schaffen Sie also eine Umgebung, in welcher sich Ihre Mitarbeitenden wohl fühlen und bei Ihnen bleiben wollen. Wie das gelingt? Hier sind meine drei Tipps:

1. Stillen Sie den Wissensdurst

Cyber Security ist mehr als ein Beruf. Es ist eine Berufung. Technik fasziniert und begeistert echte IT-Geeks – auch mich! – bis in die letzte Faser. Unsere intrinsische Motivation ist die Neugierde und das Meistern von scheinbar unlösbaren Herausforderungen. Um diesen Drang zu stillen, wollen wir stets in neue Gebiete vorstossen und uns weiterentwickeln. Deshalb lege ich Ihnen ans Herz:

  • Sorgen Sie für Abwechslung und geben Sie Ihren Mitarbeitenden verschiedene Projekte. Zusatznutzen für Sie: Die Flexibilität und das Know-how in Ihrem Team nimmt zu.
  • Stillen Sie die Wissbegier mit Weiterbildungen und Konferenzbesuchen. Getankt mit neuen Informationen und Inspirationen wird Ihr Team mit Sicherheit bald schon Erfolge erzielen.
  • Planen Sie diese Massnahmen am besten von Anfang an im Budget mit ein, damit diese nicht zu kurz kommen oder in der Hektik des Alltags vergessen gehen.

 


Bild 1: Das Motivations-Schema von IT-Fachkräften

2. Anerkennen Sie das Engagement

Work-Life-Balance ist zwar auch uns Cyber Security-Experten ein Begriff. Allerdings haben die meisten eine andere Definition als es im Duden steht. Denn Cyber Security hört nicht um 17 Uhr auf. Auch nach Feierabend, an Wochenenden und selbst in den Ferien beschäftigen wir uns mit dem Thema. Zudem haben wir uns über Jahre soziale Netzwerke aufgebaut, in denen wir uns austauschen (und in dieser Zeit auch viel Geld in Equipment investiert, um herum zu experimentieren). 

Gebühren Sie unserem Engagement die nötige Anerkennung. Das bedeutet nicht nur direktes Lob, sondern auch, dass unsere Empfehlungen und Ratschläge ernst genommen und umgesetzt werden. All das ist oft wertvoller als Lohn und Prestige. 

3. Erkennen und fördern Sie Talente

Auch gute Vorgesetzte fallen (leider) nicht vom Himmel. Diese sollten Fähigkeiten und Talente erkennen und optimal einsetzen. So werden nicht nur Sie langfristig glücklich, sondern auch Ihre Mitarbeitenden. Fördern Sie diese und unterstützen Sie sie in der Weiterentwicklung. Und denken Sie immer daran: Jeder Ihrer Mitarbeitenden ist Spezialist auf mindestens einem Gebiet. Niemand erwartet von Ihnen, dass Sie über all diese Gebiete im Detail Bescheid wissen – schon gar nicht wir. Was ich damit sagen will? Vertrauen Sie auf unsere Fähigkeiten, selbst wenn Sie mal nicht alles verstehen oder anderer Meinung sind. Denn Machtkämpfe und Reibereien am Arbeitsplatz sind selten hilfreich und lenken vom Wesentlichen ab. Ihre Cyber Security-Fachkräfte wollen in erster Linie die logischen, technischen Probleme lösen, nicht zwischenmenschliche. Schaffen Sie im Unternehmen deshalb eine Arbeitsumgebung, in der dies auch optimal unterstützt wird – und springen Sie dazu, wenn nötig, auch mal über Ihren eigenen Schatten.

Schritt 2: Die Erkennung und Ausbildung von Cyber Security-Talenten

Natürlich sind auch diese Tipps kein Garant dafür, dass sich der Fachkräftemangel in Ihrem Unternehmen reduzieren lässt. Wenn Sie diese jedoch berücksichtigen, stehen die Chancen gut, dass Sie dadurch treue, loyale und motivierte Mitarbeitende haben werden, die auch langfristig gerne bei Ihnen arbeiten.

Ein wichtiger Punkt beim Security Skill Shortage ist auch das Erkennen von talentierten Cyber Security-Fachkräften und vor allem deren Ausbildung. Wie Sie dazu vorgehen müssen und was es zu beachten gilt, erfahren Sie im zweiten Teil meiner Blogreihe! Sie wollen ihn auf keinen Fall verpassen? Dann abonnieren Sie jetzt unsere Blog Updates und erhalten Sie in Zukunft alle Blogbeiträge schnell und einfach in Ihrem Posteingang!

 

 

Wir sprechen Ihre Sprache – Karriere bei InfoGuard

Egal ob Sie selbst Führungskraft oder ein vernarrter Cyber Security-Geek sind: Bei InfoGuard sprechen wir Ihre Sprache. Mehr als 150 Mitarbeitende sorgen tagtäglich für die Sicherheit unserer Kunden. Uns gehen also nie der Gesprächsstoff und die Herausforderungen aus! Wenn auch Sie in einem inspirierenden, hochmotivierten und qualifizierten Team arbeiten wollen, dann bewerben Sie sich bei uns. Ich und meine Kollegen freuen uns auf Sie!

 

 

Bildquelle

1: Joshua Corman (2017), "Where Bits & Bytes Meet Flesh and Blood"